Sonntag, 27. September 2015

Eine tolle Knolle

Erntefest und Kartoffelfeuer

Geschichten, Rezepte und Spielideen für den Herbst

von Regina Bestle-Körfer

"Wo wächst das Brot? Wie kommen Kartoffeln in die Suppe? Was macht der Bauer mit der Erde?" Früher war die Erntezeit Grundlage für gefüllte Kornspeicher, eingemachte Früchte und eingelagerte Kartoffeln. Viele Kinder kennen Obst und Gemüse heute nur noch aus dem Supermarkt. In diesem Buch erfahren sie, wie die Schätze der Natur im Garten oder auf dem Bauernhof angebaut und weiterverarbeitet werden.
Das Bauernhofspiel, selbst gekochte Erntesuppe, fruchtige Sprachspiele, Geschichten vom Kartoffelfeuer oder vom Feldhamster fordern zum sinnlichen Erleben heraus. So wird die Erntezeit für Kinder begreifbar.

Kartoffeln aus der Glut


 


Dafür müßt Ihr mit Hilfe eines Erwachsenen
 Holzkohlegrill oder das Lagerfeuer anheizen. Kartoffeln gründlich waschen und sauber bürsten. Jede Kartoffel auf Alufolie legen. Eventuell Rosmarin oder Thymian abbrausen, trocken schütteln, in kleine Stücke schneiden und die Kartoffeln damit belegen. Wer möchte, bestreut sie auch noch mit Salz oder Chili.
 Kartoffeln in die Folie wickeln und in die Glut legen. Nach etwa 40 Minuten sind sie durch und durch gegart, dabei ab und zu auch mal umdrehen.

Viel Spass !

Wußtest Du das

- dass die Kartoffelknolle zu 70 % aus Wasser besteht?
-  ihr Gehalt an Vitamin C ist genauso hoch wie bei einem Apfel
-  dass die ersten Kartoffeln klein, braun und runzlig wie Trüffel aussahen?
-  die Kartoffel je nach Region und dort gesprochenem Dialekt auch so schöne
 Namen wie Grumbeer, Tüggelken, Schocke, Erdbirn oder Abbel.
-  dass die deutschen Kartoffelsorten Namen tragen wie Sieglinde, Laura oder
Nicola? Wie bei anderen Obst- oder Gemüsesorten dienen die Namen zur
Unterscheidung der Sorten durch Eigenschaften wie festkochend, vorwiegend
festkochend oder mehligkochend, Aussehen, Farbe und Geschmack.
-  dass Frühkartoffeln ab Juni geerntet werden und sie mit Schale verspeist
werden können?
-  dass Spät- oder Winterkartoffeln zwischen August und Oktober geerntet werden?
-  dass du mit Kartoffeln kleben kannst? Kartoffeln enthalten nämlich Stärke und
 daraus lässt sich Kleister herstellen - zum Bekleben von Papier, Pappe oder
Pappmaché.

Kartoffeln anpflanzen

 Los geht es Mitte April: Dann werden die Knollen in die Erde gesetzt - die so
 genannten Mutterknollen. Die bilden Triebe, aus denen später die Kartoffelpflanzen
 werden.  Die Kartoffelpflanzen wachsen ziemlich schnell - sie können einen Meter
 hoch werden. Zuerst bekommen sie Blüten und später Beeren, in denen Kartoffelsamen
sind. Doch Vorsicht! Was hier heranwächst ist giftig! Unter der Erde sprießen aus
 der Mutterknolle die sogenannten Ausläufer. Aus denen entwickeln sich bis zu 15
 neue Kartoffeln. Dieses Wachstum kostet die Mutterknolle ihre ganze Energie - sie
 wird dunkel, schrumpelt zusammen und stirbt ab.Etwa im September verwelken die Kartoffelpflanzen. Das ist das Zeichen dafür, dass die Kartoffeln im Boden reif
sind und geerntet werden können .

Kartoffelkleister selber machen

 Du brauchst: Kartoffelschäler, Reibe, Tuch, Rührschüssel, Kochtopf, Messbecher,
 Tasse, Löffel, Pinsel, Schraubglas - und natürlich Kartoffeln
So gehts
 Die Kartoffeln schälen, fein reiben und mit etwas Wasser zu einem dicken Brei
 verrühren.
 Den "Brei" gibst du in ein Tuch - besonders gut eignet sich eine Stoffwindel, du
 kannst aber auch ein Geschirrhandtuch nehmen. Das Tuch gut ausdrücken.
Der Kartoffelsaft wird in einer Rührschüssel aufgefangen und stehen gelassen.
 Nach etwa einer Stunde hat sich ein weißer Satz am Boden abgesetzt.
 Nun wird der Kartoffelsaft vorsichtig abgegossen, so dass nur noch der weiße
 Kartoffelsatz zurück bleibt - die gewonnene Kartoffelstärke!
 Du füllst eine halbe Tasse Wasser in einen Kochtopf und stellst diesen auf eine
 Herdplatte. Dann gibst du die Kartoffelstärke hinzu.
Die Masse langsam erhitzen und dabei ständig rühren. Zunächst passiert nichts, 
dann wird die Stärke auf einmal dick und "verwandelt" sich in einen zähen Kleister.
Den Kleister in ein Schraubglas füllen. Bevor du ihn verwendest, musst du ihn
 aber erst noch abkühlen lassen. Dabei das Glas einfach eine Weile offen stehen
 lassen.
 Du kannst damit Papier, Karton oder Tapetenbekleben ( Kindernetz.de )


Liebe Grüße
Gaby

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